Zeitungsbeitrag Orange 7 (September 2019)

Zeitungsbeitrag Orange 7 (September 2019)
26 Sep

Wer keine Angst hat vor Veränderung, kann eigentlich nur gewinnen. So lief es auch bei Stefan Faßbender aus Katzwinkel. Zuerst führte er einen Gartenbaubetrieb. Jetzt berät er Kunden von nah und fern in Sachen Gesundheit und Fitness.

Vor zwei Jahren hat Stefan Faßbender das Start-Up- Unternehmen „Your Health Buddy“ gegründet, was so viel heißt, wie ‚Dein Gesundheits-Kumpel‘. Als Ernährungsberater und Personaltrainer macht er seine Kunden fit – nach Krankheit, bei Übergewicht und vielen anderen Zipperlein. Heute kann er bereits zufrieden auf seine Unternehmensergebnisse schauen. Voraussetzung für den Beruf sind aus seiner Sicht die große Lust an Bewegung und Mobilität. „Im 160-Seelen-Ort Katzwinkel lebt nicht zwingend die Klientel, die mich als Personal Trainer bucht“, sagt Faßbender. Er reist nach Gerolstein, Daun, Mayen oder Koblenz. Dort arbeitet er mit seinen Kunden auf Wunsch in deren Büro, bei ihnen zuhause, oder draußen im Grünen. Manche reisen auch in sein Studio in der Eifel.

Angefangen hat alles mit der eigenen Unzufriedenheit: „Mit Mitte 30 stand ich da, wo viele in dem Alter stehen. Ich habe körperlich hart gearbeitet, nicht auf die Ernährung geachtet und zudem geraucht.“ Zum Übergewicht gesellten sich Rückenbeschwerden und Bluthochdruck. Er wusste es längst: der erste Herzinfarkt passiert im Schnitt zwischen 45 und 55. So wollte er nicht enden, also stellte er seine Ernährung um und trainierte – mit großem Erfolg. Anschließend absolvierte er eine Ausbildung zum Fitnesstrainer A, zum Fitnesstrainer B, dann zum Personaltrainer. „Deshalb kann ich mit Menschen arbeiten, die gesundheitliche Probleme haben.“ Hinzu fügte er die Ausbildung zum Ernährungsberater, damit er jeden seiner Kunden zwar individuell aber ganzheitlich beraten kann. Vor zwei Jahren hat er seinen Gartenbaubetrieb gegen das Start-Up getauscht. Ob er Angst hatte, keine Kunden zu finden? „Ich hatte noch nie Angst vor Herausforderungen, weil ich immer mit vollem Herzblut dabei bin.“

Die größten Herausforderungen sind wohl jetzt die Gewohnheiten der Kunden. Viele könnten sich, trotz eines erlittenen Herzinfarktes, gar nicht vorstellen, auf ihr 400-Gramm-Steak zu verzichten. Dabei empfiehlt er, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auch, höchstens 300 Gramm Fleisch pro Woche. Und: Trotz aller Aufklärung ist aus seiner Sicht die Ernährung schlechter geworden. „Wenn ein Produkt in der Werbung als gesund dargestellt wird, sollte man vorsichtig werden. Diese Dinge wirken eher positiv auf Konzernbilanzen, als auf deren Käufer.“ Faßbender empfiehlt naturbelassenes Obst und Gemüse, wenig rotes Fleisch und kein Weizenmehl. Damit Kunden das lernen, begleitet er sie sogar zum Einkauf. Sport gehört mehrmals wöchentlich auf den Stundenplan. Je nach den persönlichen Zielen und der körperlichen Beschaffenheit des Klienten erstellt er einen Trainingsplan und begleitet jeden auf dem Weg in ein gesünderes Leben. Selbst wer zuvor unsportlich war, könne seine Fitness und damit seine Gesundheit binnen weniger Wochen verbessern, sagt Faßbender. Und für die Zukunft hat sich der ‚Gesundheits-Kumpel‘ noch etwas vorgenommen: Gleich am Wohnort in Katzwinkel sollen sich künftig gestresste Arbeitnehmer und Manager aus ganz Deutschland auf sich selbst und auf ihre Gesundheit besinnen können. Danach seien sie gestärkt für die täglichen Herausforderungen.